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Inventory
Inventory, Video, 7.50 min, England, 2005

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Meine Großmutter beschreibt aus ihrer Erinnerung Räume ihres Hauses, während die Kamera diese gleichzeitig abfilmt. Auf Grund ihres körperlichen Zustands war sie nicht mehr in der Lage, die obere Etage ihres Hauses zu betreten. Daher lebte die Vorstellung dieser Räume in ihr so wie diese vor zehn Jahren ausgesehen hatten. In der Videoarbeit Inventory bewirkt die scheinbare Dissonanz zwischen Tonspur und Bild ein Aufeinandertreffen der erinnerten - der vergegenwärtigten - und der - für den Betrachter - tatsächlichen Gegenwart. Die nicht mehr sichtbare, aber präsente Realität und der gegenwärtige Moment stellen sich und ihre Bedeutung gegenseitig in Frage und machen ihre wechselseitige Bedingtheit sichtbar.

Diese Arbeit wurde mit dem Sproxton Memorial Preis (London) ausgezeichnet.